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Spam-E-Mails - Wie Sie unerwünschten Mails ein Schnippchen schlagen

Jeder E-Mail-Nutzer kennt das Problem: Immer mehr Spam-E-Mails überfluten den elektronischen Briefkasten. Neben der zunehmenden Belästigung führt das Zusenden unerwünschter Spam-E-Mails zu großen finanziellen Schäden. Jeder E-Mail-Nutzer kann jedoch selbst durch einen verantwortungsbewussten Umgang mit seinen persönlichen Daten und durch bestimmte Verhaltensregeln zu einer Eindämmung der Spam-Flut beitragen.

Im Allgemeinen versteht man unter Spam-E-Mails unverlangt zugestellte E-Mails, Sie sind vorrangig kommerziell, zum Teil mit unseriösen oder sogar jugendgefährdenden Inhalten und werden in großen Mengen an eine Vielzahl von Empfängern verschickt.

Das Problem

Die Überflutung mit ungewollten E-Mails stellt mittlerweile sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmer und Internet-Service-Provider eine enorme Belastung dar. Nach Angaben der EU-Kommission wird der Anteil von Spam am weltweiten E-Mail-Verkehr auf 50 Prozent und am E-Mail- Verkehr innerhalb der EU auf 46 Prozent geschätzt.

Neben finanziellen Schäden ist vor allem der zeitliche Aufwand, den der Schutz vor Spam-E-Mails bzw. ihre Beseitigung verlangt, problematisch. Gravierend sind meist auch die technischen Schwierigkeiten, welche verursacht werden können, wenn Spam-E-Mails einen Computer-Virus oder ähnliches enthalten.

Kann man Spam-E-Mails erkennen?

Spam-E-Mails kann man häufig schon am Absender oder an der Betreffzeile erkennen, Der Absender ist meist entweder sehr kompliziert und unlogisch aufgebaut bzw. ergibt gar keinen Sinn, oder er impliziert bereits das Anliegen der E-Mail. Im Betreff geht es vorrangig um Geld und Gewinne, Flirt und Erotik, hilfsbedürftige Menschen in Not oder die Warnung vor einem Computervirus.

Wie Sie sich schützen können

Einen hundertprozentigen Schutz vor unerwünschter elektronischer Post gibt es leider immer noch nicht. Aber wenn Sie die folgenden Hinweise beachten, können Sie die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Spammers zu werden, zumindest so gering wie möglich halten:

  • Verwenden Sie phantasievolle E-Mail-Adressen. Auch wenn es im geschäftlichen E-Mail-Verkehr üblich ist, den eigenen Namen als Adresse zu verwenden, sollten Sie doch lieber auf eine etwas kompliziertere Kombination aus Buchstaben und Zahlen zurückgreifen. Spammer können solche Adressen nicht ohne Schwierigkeiten durch Ausprobieren verschiedener gängiger Adressen oder Buchstabenkombinationen herausfinden.
  • Ändern Sie Ihre E-Mail-Adresse. Wenn Sie bereits mit Spam-E-Mails überhäuft werden, ist es ratsam, sich eine neue E-Mail-Adresse zuzulegen. Dies bringt allerdings einige Unannehmlichkeiten mit sich, da Sie beispielsweise Ihre Geschäftspartner und Kunden informieren sowie neue Visitenkarten anfertigen lassen müssen.
  • Legen Sie sich neben Ihrer ursprünglichen Geschäftsadresse noch eine alternative E-Mail-Adresse zu. So haben Sie die Möglichkeit, zum Beispiel bei Registrierungen im Internet immer die zweite Adresse angeben zu können.
  • Wenn Sie eine eigene Homepage haben, sollten Sie Ihre E-Mail-Adresse "tarnen". Stellen Sie statt Ihrer E-Mail-Adresse beispielsweise lieber ein Logo auf die Seite, hinter dem sich ein Outlook- Fenster verbirgt, welches sich beim Anklicken öffnet. Auf diese Weise kann Ihre Adresse nicht durch Suchprogramme, welche Spammer verwenden, ermittelt werden.
  • Greifen Sie auf Filtersoftware zurück. Inzwischen wurden verschiedenste Arten von Software entwickelt, die meist sehr effektiv den Posteingang kontrollieren und auf diese Weise den Eingang von Spam-E-Mails zumindest begrenzen. Die Software durchsucht in erster Linie die eingehenden Mails nach bestimmten Schlüsselwörtern im Betreff wie "Sex", "Money", "Gewinn" u.a. und filtert diese als Spam heraus.
  • Installieren Sie ein Virenschutzprogramm auf Ihrem PC und/oder eine Firewall. Mit Virenschutzprogrammen können Sie sich zwar nicht vor lästigen E-Mails jedoch vor den häufig in ihnen enthaltenen Computerviren schützen.
  • Verwenden Sie eindeutige Betreffzeilen für Ihre eigenen E-Mails. Wenn Sie selbst E-Mails verschicken, dann wählen Sie Ihren Betreff so eindeutig wie möglich. Auf diese Weise können Sie verhindern, dass Ihre E-Mail möglicherweise als Spam betrachtet und ungelesen gelöscht wird.

Was Sie nicht tun sollten:

  • Vermeiden Sie das Öffnen von Spam-E-Mails. Wenn Sie bereits an Absender oder Betreff erkennen können, dass es sich um eine Spam-E-Mail handelt, löschen Sie diese ungelesen. Auf diese Weise verhindern Sie, dass in der Mail enthaltene Viren auf Ihren Computer gelangen.
  • Reagieren Sie nicht auf Spam-E-Mails. Wenn Sie eine Spam-E-Mail beantworten, weiß der Absender, dass Sie diese gelesen haben und scheinbar dafür empfänglich sind. Dies erhöht die Gefahr, in Zukunft mit noch mehr Spam überhäuft zu werden.
  • Öffnen Sie keine E-Mails, die keine eindeutige Betreffzeile haben. Wenn Sie am Betreff der E-Mail nicht genau erkennen können, worum es geht, sollten Sie die E-Mail nicht lesen. Es könnte sich um Spam handeln.
  • Öffnen Sie keine Dateianhänge. Es besteht die Gefahr, dass in den Anhängen von Spam-E-Mails Computerviren versteckt sein könnten.
  • Klicken Sie nicht auf in Spam E-Mails enthaltene Links. Einerseits ist es möglich, dass auch dieser Link den Versender der Mail darauf hinweist, dass Sie die E-Mail-Adresse tatsächlich noch nutzen. Andererseits verbirgt sich hinter diesen Links häufig die Installation von Dialer.
  • Vermeiden Sie die Registrierung in öffentlichen Adressverzeichnissen. Durch die Angabe Ihrer E-Mail-Adresse in Mitgliederverzeichnissen oder ähnlichem ist Ihre Adresse für jeden zugänglich.
  • Leiten Sie keine Kettenbriefe oder Viruswarnungen weiter. Nicht selten verbirgt sich hinter einer angeblichen Viruswarnung bereits das Virus selbst.